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Rauriser Sonnblick

Der 3105 Meter hohe Rauriser Sonnblick gehört zu den bekanntesten Berggestalten der Ostalpen. Selbst weniger bergaffine Menschen kennen den Sonnblick – zumindest aus den Wetternachrichten: Am Gipfel des Sonnblicks steht seit 1886 eine ganzjährig besetzte Wetterstation. Diese weltweit einzigartige Wetterwarte liefert wichtige Beiträge zur Meteorologie sowie zur Klima- und Umweltforschung. Was freilich wenige wissen: Erhalter des Observatoriums ist nicht etwa die öffentliche Hand, sondern die Station wird vom 1892 gegründeten, privaten Sonnblickverein betrieben. Wer die Arbeit unterstützen will, findet unter www.zamg.ac.at/sonnblick nähere Angaben.

Aufstieg zum Sonnblick knapp unter dem Naturfreundehaus „Neubau“. Foto: Neuhold

Die Skiroute auf den Sonnblick gehört sicher zu den Paradeskitouren der Ostalpen. Und obwohl der Sonnblick bei einigermaßen günstigen Verhältnissen fast immer gespurt ist und die Abfahrt oft pistenähnlich ausgefahren ist – unterschätzen darf man den stolzen Dreitausender nicht. Es handelt sich um eine durchaus hochalpine Tour in der Gletscherregion.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz Lenz Anger (1550 m) auf der Mautstraße vom Bodenhaus nach Kolm Saigurn, dem Talschluss von Rauris. Von hier zirka eine halbe Stunde zu Fuß (oder wesentlich schneller mit dem Fahrrad) zum Naturfreunde-Haus in Kolm. Hinter dem Naturfreunde-Haus beginnt der steile Anstieg hinauf zum Schutzhaus Neubau (2175 m, im April / Mai Wochenendbetrieb für Tourengeher). Ab Mitte Mai sind die Ski meist bis zur Brücke über den Bach unter dem Barbarafall zu tragen.

Hinter dem Neubau wird die Spur zunehmend flacher und dreht leicht nach Südsüdwest (Richtung AV-Punkt 2385 m) unter das Vogelmaier Ochsenkar-Kees. Der weitere Anstieg führt über einen Rücken nach Westen knapp unter die Rojacher Hütte. Die geschlossene Hütte wird aber nicht erreicht, sondern die Route führt über den flachen Gletscherboden nach Westen zu einem steileren, felsdurchsetzten Übergang auf das obere Ochsenkar- Kees und in einem Rechtsbogen nach Süden zum Gipfel mit Zittelhaus und Wetterwarte. Abfahrt wie Anstieg.

Anforderung:

  • Anspruchsvolle Skitour im hochalpinen Gelände
  • fast immer gespurt, trotzdem nur für Geübte
  • steil. 1550 Höhenmeter und vier bis fünf Stunden im Anstieg.

Karte:

  • AV-Karte Nr. 42, „Sonnblick“, 1:25.000.

Literatur:

Manfred Korbaj, „Rot-weiß-rote Schitourenzuckerln“, Verlag Weishaupt, Graz 1993. Clemens M. Hutter, „Skitouren in und um Salzburg“, Pustet, Salzburg 2004. Thomas Schranz, „Hohe Tauern: Die schönsten Skitouren“, Tyrolia, Innsbruck 2005

Quelle:

Salzburger Fenster/Gipfelbuch von Thomas Neuhold
Erscheinungsjahr: 2006

 
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